Astronomie-Lexikon

Andromedagalaxie mit blauen Spiralarmen in einer Ultraviolettaufnahme
Bild: NASA/JPL/Caltech

Begriffe verstehen

Astronomie-Lexikon

Kurze Erklärungen zu Beobachtung, Himmelsobjekten und Astrofotografie. Für ausführliche Zusammenhänge führt dich jeder Themenbereich weiter in den Wissensbereich.

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Orientierung am Himmel

Dunkeladaption

Die Anpassung des Auges an geringe Helligkeit. Helles Licht unterbricht diesen Prozess; gedämpftes rotes Licht stört oft weniger.

Himmelskoordinaten

Ein System zur Angabe von Positionen am Himmel. Rektaszension und Deklination entsprechen grob Längen- und Breitengraden auf der Himmelskugel.

Kulmination

Der Zeitpunkt, zu dem ein Himmelsobjekt auf seiner täglichen Bahn seinen höchsten Stand am Himmel erreicht.

Lichtverschmutzung

Künstliche Aufhellung des Nachthimmels. Sie verringert den Kontrast besonders bei lichtschwachen Objekten.

Seeing

Die Unruhe der Atmosphäre, die feine Details verschwimmen und Sterne flimmern lassen kann.

Transparenz

Die Durchlässigkeit der Atmosphäre für das Licht der Himmelsobjekte. Dunst und Feuchtigkeit können sie verschlechtern.

Objekte und Licht

Emissionsnebel

Leuchtende Gaswolke, deren Licht durch angeregtes Gas entsteht. Häufig ist Wasserstoff beteiligt.

Galaxie

Ein durch Gravitation gebundenes System aus Sternen, Gas, Staub und Dunkler Materie.

Magnitude

Ein Maß für die scheinbare Helligkeit eines Objekts. Kleinere Zahlen stehen für größere Helligkeit; die Flächenhelligkeit kann für ausgedehnte Motive wichtiger sein.

Offener Sternhaufen

Eine vergleichsweise locker gebundene Gruppe von Sternen, die aus derselben Gaswolke entstanden sind.

Reflexionsnebel

Eine Staubwolke, die das Licht benachbarter Sterne reflektiert und dadurch sichtbar wird.

Scheinbare Größe

Der Winkel, unter dem ein Objekt von der Erde aus erscheint. Sie entscheidet mit darüber, ob das Motiv in das Bildfeld passt.

Aufnahme und Verarbeitung

Belichtungszeit

Die Zeit, in der der Sensor Licht für ein Einzelbild sammelt. Die Gesamtbelichtungszeit addiert viele brauchbare Einzelbilder.

Bias-Frame

Kurze Kalibrieraufnahme zur Erfassung eines Teils des elektronischen Auslesesignals einer Kamera.

Dark-Frame

Kalibrieraufnahme mit verdecktem Sensor und passenden Einstellungen, um thermische und andere feste Störsignale zu erfassen.

Dithering

Kleine, gezielte Versätze zwischen Aufnahmen. Sie können beim späteren Stacking feste Störmuster besser verteilen.

Drizzle

Ein Verfahren beim Kombinieren leicht versetzter Einzelbilder. Es kann unter geeigneten Bedingungen die Abtastung verbessern, erzeugt aber keine fehlenden Details.

FITS

Ein in der Astronomie verbreitetes Dateiformat, das Bilddaten und zusätzliche Informationen aufnehmen kann.

Flat-Frame

Kalibrieraufnahme einer gleichmäßig beleuchteten Fläche zur Korrektur von Vignettierung und Staubschatten.

Gradient

Großflächiger Helligkeits- oder Farbverlauf im Bild, etwa durch Mondlicht, Streulicht oder andere Aufhellungen.

Integration

Das Zusammenführen vieler Einzelbelichtungen zu einem Bild mit besserem Signal-Rausch-Verhältnis.

Light-Frame

Die eigentliche Aufnahme des Himmelsobjekts, aus der später der Bildstapel entsteht.

Plate Solving

Die Bestimmung der aufgenommenen Himmelsregion durch Abgleich von Sternmustern im Bild mit einem Sternkatalog.

Rauschreduzierung

Bearbeitung, die störende zufällige Bildschwankungen mildert. Sie sollte feine echte Strukturen möglichst erhalten.

Stacking

Das Ausrichten und Kombinieren mehrerer Aufnahmen eines Motivs. Dadurch wird schwaches Signal besser nutzbar.

Mehr Hintergründe findest du unter Wissen. Für die praktische Nachtplanung helfen Beobachten und die Planung.