Orientierung in der Nacht
Sternbilder
Markante Muster am Himmel helfen, Himmelsrichtungen und saisonale Beobachtungsziele zu finden.
Sternbilder helfen dabei, sich am Nachthimmel zu orientieren undmarkante Bereiche des Himmels wiederzuerkennen. Viele von ihnen sind seit Jahrhunderten bekannt und mit Geschichten, Mythen und bestimmten Jahreszeiten verbunden. Auf Foto-Gorilla erfährst du, wie du wichtige Sternbilder findest und welche Sterne und Deep-Sky-Objekte darin besonders interessant sind.
Bekannte Sternbilder
Einige Sternbilder sind besonders leicht zu erkennen und eignen sich gut als Orientierungspunkte am Himmel. Dazu gehören zum Beispiel der Große Wagen als Teil des Großen Bären, Kassiopeia, Orion und der Schwan. Je nach Jahreszeit stehen unterschiedliche Sternbilder besonders günstig am Himmel.
Großer Bär und Großer Wagen
Der Große Wagen gehört zu den bekanntesten Sternmustern am nördlichen Himmel und ist Teil des größeren Sternbilds Großer Bär. Besonders praktisch: Die beiden hinteren Kastensterne zeigen ungefähr in Richtung Polarstern und helfen deshalb bei der Orientierung nach Norden.
Kassiopeia
Kassiopeia ist an ihrer markanten W- beziehungsweise M-Form leicht zu erkennen und gehört zu den auffälligsten Sternbildern des nördlichen Himmels. Sie liegt auf der gegenüberliegenden Seite des Polarsterns zum Großen Wagen und ist deshalb ebenfalls ein guter Orientierungspunkt. In ihrer Umgebung finden sich außerdem mehrere interessante Sternhaufen und Nebel.
Orion
Orion gehört zu den bekanntesten Sternbildern des Winterhimmels. Besonders auffällig sind die drei Gürtelsterne, die fast in einer geraden Linie stehen. Im Sternbild befinden sich außerdem helle Sterne wie Beteigeuze und Rigel sowie der berühmte Orionnebel, der bereits mit Fernglas oder kleinem Teleskop gut zu beobachten ist.
Schwan
Der Schwan ist ein markantes Sternbild des Sommerhimmels und liegt mitten im Band der Milchstraße. Seine hellsten Sterne bilden das auffällige „Nordkreuz“. Rund um den Schwan finden sich zahlreiche interessante Deep-Sky-Objekte, darunter Nebel und Sternfelder, die besonders unter dunklem Himmel eindrucksvoll wirken.
Sternbilder nach Jahreszeiten
Welche Sternbilder besonders gut sichtbar sind, hängt stark von der Jahreszeit ab. Im Winter prägen zum Beispiel Orion, Stier und Zwillinge den Abendhimmel, während im Sommer Schwan, Leier und Adler besonders auffallen. Frühling und Herbst bringen wiederum andere markante Sternbilder hervor. Wer die typischen Jahreszeiten-Sternbilder kennt, findet sich am Nachthimmel deutlich schneller zurecht.
Orientierung am Nachthimmel
Für die Orientierung am Nachthimmel helfen markante Sternbilder und helle Sterne besonders gut. Der Große Wagen kann zum Beispiel zum Polarstern führen, während andere auffällige Sternmuster als Ausgangspunkt dienen, um benachbarte Sternbilder zu finden. Mit etwas Übung entsteht so nach und nach eine mentale Karte des Himmels.
Mehr über Sternbilder
Sternbilder sind weit mehr als nur Orientierungshilfen am Nachthimmel. Sie verbinden auffällige Sterne mit spannenden Deep-Sky-Objekten, historischen Geschichten und praktischen Beobachtungsmöglichkeiten. Wer die wichtigsten Sternbilder kennt, findet Planeten, Nebel, Sternhaufen und Galaxien deutlich leichter und kann Beobachtungsnächte gezielter planen.
Auf Foto-Gorilla findest du nach und nach ausführliche Informationen zu einzelnen Sternbildern – mit Hinweisen zur besten Jahreszeit, Sichtbarkeit, Höhe über dem Horizont und besonders interessanten Objekten innerhalb des jeweiligen Sternbilds. Für die Astrofotografie schauen wir zusätzlich darauf, welche Ziele sich besonders gut mit kompakter Ausrüstung wie deinem Seestar S50 Pro aufnehmen lassen.
Sternbilder dienen auch als Wegweiser zu Nebel, Sternhaufen und Galaxien. Für die Sichtbarkeit zählt ein gut geplanter Beobachtungsabend.
Den Himmel lesen: dein Weg zu den Sternbildern
Beginne mit wenigen auffälligen Mustern und suche dir einen Standort mit freier Sicht. Eine Sternkarte oder eine Planetariums-App hilft dir, den dargestellten Himmel auf Ort, Datum und Uhrzeit einzustellen. Drehe die Karte in die Richtung, in die du blickst, und vergleiche zunächst die hellsten Sterne. Auf diese Weise lernst du die Zusammenhänge, statt nur einzelne Namen auswendig zu lernen.
Vom Großen Wagen zum Polarstern
Suche die beiden äußeren Sterne des Wagenkastens, Merak und Dubhe. Verlängere die Verbindung von Merak über Dubhe ungefähr um das Fünffache ihres Abstands. Dort findest du den Polarstern. Er gehört zum Kleinen Bären und steht nahe dem nördlichen Himmelspol; er ist weder der hellste Stern am Himmel noch exakt der Himmelspol selbst.
Sternbild oder Sternmuster?
Ein Sternbild ist ein fest abgegrenzter Bereich des Himmels. Ein auffälliges Sternmuster wie der Große Wagen oder das Sommerdreieck muss dagegen kein eigenes Sternbild sein. Die Sterne eines Musters stehen aus unserer Perspektive nebeneinander, können aber sehr unterschiedliche Entfernungen zur Erde haben.
Von der Orientierung zum ersten Foto
Für das Erkennen großer Sternbilder sind das bloße Auge und eine weite Sicht besonders hilfreich. Ein Smartteleskop zeigt meist einen deutlich kleineren Ausschnitt und eignet sich eher für ausgewählte Objekte innerhalb eines Sternbilds: etwa den Orionnebel im Orion oder Sternhaufen in Kassiopeia. Gesichtsfeld und mögliche Mosaikfunktionen hängen vom Gerät ab.
Entdecke passende Ziele im Bereich Deep Sky, bereite deinen Abend mit den Beobachtungstipps vor und lies die Grundlagen für Einsteiger. Die Ausrüstungsseite hilft dir, die Möglichkeiten eines Smartteleskops einzuordnen.



